§ 1  Name, Sitz

    1. Der Verein trägt den Namen „Kölner Arbeitskreis LRS & Dyskalkulie“.
    2. Der Verein hat den Sitz in Köln.
    3. Der Verein soll in das Vereinsregister eingetragen werden und trägt anschließend den Namen Kölner Arbeitskreis LRS & Dyskalkulie e.V.“
    4. Soweit in den Bestimmungen dieser Satzung männliche Bezeichnungen gebraucht werden, gelten die entsprechenden weiblichen Bezeichnungen als gleichberechtigt eingeschlossen.

§ 2  Zweck und Aufgabe des Vereins

  1. Zweck des Vereins ist zum einem die Förderung der Erziehung, Volks- und Berufsbildung einschließlich der Studentenhilfe.
    Zum anderen hat er zum Ziel Betroffene, deren Angehörige, Lehrkräfte, Therapeuten und alle anderen Interessierten zu unterstützen und Hilfe und Beratung zur Verfügung zu stellen bzgl. Teilleistungsstörungen insbesondere zu LRS / Legasthenie und Dyskalkulie. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch:
    a) Beratung und Hilfestellung für Betroffene und deren Angehörigen
    b) Aufklärung der Öffentlichkeit
    c) Kooperation mit Schulen
    d) Organisation und Durchführungen von Informationsveranstaltungen, Weiterbildungsveranstaltungen und Workshops
    e) Öffentlichkeitsarbeit (Plakate, Flyer) zur Publikation
    f) Herausgabe von Informationen z.B. über eine Homepage
    g) Zusammenarbeit mit Verbänden, Vereinigungen und Körperschaften, die sich mit Teilleistungsstörungen insbesondere Legasthenie und Dyskalkulie befassen.
    h) Vernetzung mit Lehrern, Schulen, Ärzten, Therapeuten, Psychologen, Universitäten, Ämtern usw.
    i) Unterstützung bei der Gründung von Arbeitskreisen an Schulen
  2. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige bzw. mildtätige Zwecke ohne konfessionelle oder parteipolitische Bindungen im Sinne des Abschnitts „steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung (AO).
  3. Der Verein setzt sich für bundeseinheitlichere Regelungen ein.
  4. Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Interessen.
  5. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln der Körperschaft.
  6. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.


§ 3  
Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Der Aufnahmeantrag erfolgt schriftlich gegenüber dem Vorstand und beinhaltet Gleichzeitig die Anerkennung der Satzung.
  2. Mitglied des Vereins kann jede natürlich und juristische Person werden, die die Ziele des Vereins unterstützt. Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Eine Mitteilung von Ablehnungsgründen an den Antragsteller ist nicht erforderlich. Eine Anfechtung gegenüber der Mitgliederversammlung ist nicht möglich.
  3. Die Mitgliedschaft wird durch schriftliche Mitteilung des Annahmebeschlusses wirksam.
  4. Auf Vorschlag des Vorstands kann die Mitgliederversammlung Ehrenmitglieder aufnehmen bzw. ernennen.


§ 4  
Erlöschen der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft erlischt:

  1. durch Austrittserklärung des Mitgliedes oder durch den Tod bzw. die Auflösung.
  2. durch Ausschluss.
  3. Der Austritt eines Mitglieds ist mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende des Geschäftsjahres (Jahresende) möglich. Er erfolgt schriftlich gegenüber dem Vorstand.
     

§ 5  Ausschluss

  1. Ein  Mitglied kann aus dem Verein aus wichtigem Grund ausgeschlossen werden:
     a) wenn es den Vereinsinternen der Satzung und den darauf basierenden Beschlüssen des Vorstandes bzw. der Mitgliederversammlung zuwiderhandelt oder die Ziele des Vereins auf schwerwiegender Weise beeinträchtigt.
     b) wenn Mitgliedsbeiträge erhoben werden und diese einen Beitragsrückstand von mehr als zwei Jahren aufweisen und trotz schriftlicher Mahnung unter Setzung einer Zahlungsfrist von 14 Tagen sowie Androhung des Ausschlusses die rückständigen Beiträge nicht beglichen werden.
  2. Über den Antrag auf Ausschluss entscheidet der Vorstand des Vereins mit einfacher Mehrheit aller Vorstandsmitglieder. Der Beschluss über den Ausschluss ist dem Betroffnen innerhalb von zwei Wochen nach Beschluss mitzuteilen.
  3. Der Betroffene kann gegen den Ausschluss innerhalb von vier Wochen schriftlich Widerspruch beim Vorstand einlegen. Über den Widerspruch entscheidet die nächste Mitgliederversammlung.
  4. Während des Ausschlussverfahrens ruhen die Mitgliederrechte.
  5. Mit dem Ausscheiden ergeben sich keine Ansprüche auf Rückerstattung von Mitgliedsbeiträgen oder gegenüber dem Vereinsvermögen. 


§ 6  Geschäftsjahr/ Beiträge

  1. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
  2. Es wird keine Aufnahmegebühr erhoben.
  3. Es wird derzeit (2017) kein Mitgliedsbeitrag erhoben. Der Verein behält sich jedoch vor, bei Bedarf einen Mitgliedsbeitrag zu erheben.
  4. Über den Mitgliedsbeitrag entscheidet die Mitgliederversammlung auf Vorschlag des Vorstandes. Der Vorstand bleibt dann jedoch Beitragsfrei.     


§ 7  Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Jedes Mitglied hat eine Stimme, diese ist nicht übertragbar.
  2. Jedes Mitglied hat das Recht, bei der Umsetzung der Vereinszwecke aktiv mitzuwirken und an gemeinsamen Veranstaltungen teilzunehmen. Jedes Mitglied hat gleiches Stimm- und Wahlrecht in der Mitgliederversammlung.
  3. Jedes Mitglied hat die Pflicht, die Interessen des Vereins zu fördern, ggf. insbesondere regelmäßig seine Mitgliedsbeiträge zu leisten und wenn möglich die Arbeit des Vereins zu unterstützen. 
  4. Jedes Mitglied hat den gleichen Anspruch auf Hilfestellungen durch Rat und Tat.


§ 8  
Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung
  2. der Vorstand


§ 9  
Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist zuständig für die Entscheidungen in folgenden Angelegenheiten:
    a) für die Wahl des Vorstandes
    b) ggf. für die Festsetzung der Mitgliedsbeiträge
    c) Änderungen der Satzung
    d) Ernennung von Ehrenmitgliedern sowie den Ausschluss von Mitgliedern aus dem Verein. Verweis auf § 5 Absatz 7 (Ausschlussregelung)
    e) Entgegennahme des Jahresberichts und die Entlastung des Vorstands.
  2. Mindestens einmal im Jahr, möglichst im ersten Quartal, hat der Vorstand eine ordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen. Die Einberufung erfolgt schriftlich oder per mail unter Einhaltung einer Frist von drei Wochen und unter Angabe der Tagesordnung, an die von den Mitgliedern angegebene Adresse. Das Mitglied hat dafür Sorge zu tragen, dass eine aktuelle e-mail-Adresse dem Vorstand zur Kenntnis gegeben worden ist. Die Frist beginnt mit dem auf die Absendung folgenden Tag. 
  3. Die Tagesordnung setzt der Vorstand fest. 
  4. Jedes Vereinsmitglied kann bis spätestens sechs Wochen vor der Mitgliederversammlung beim Vorstand schriftlich eine Ergänzung der Tagesordnung beantragen. Über den Antrag entscheidet der Vorstand. Über abgelehnte Anträge entscheidet die Mitgliederversammlung.
  5. Am Tage der Mitgliederversammlung gestellte Anträge können nur zur Abstimmung oder zur Diskussion zugelassen werden, wenn 2/3 der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder der Zulassung des Antrags zu Beginn der Versammlung zustimmt. Diskussionen können erst zur nächsten Mitgliederversammlung zur Abstimmung gestellt werden. Dies gilt nicht für Anträge, die eine Änderung der Satzung, die Auflösung des Vereins oder Änderungen der Mitgliedsbeiträge zum Gegenstand haben. Stimmenthaltungen und ungültige Stimmen bleiben außer Betracht.
  6. Der Vorstand hat eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen, wenn es das Interesse des Vereins erfordert oder wenn ein Viertel der Mitglieder innerhalb von 2 Monaten dies schriftlich unter Angabe des Zwecks und der Gründe beantragt. Soweit die Umstände dies zulassen, ist eine Ladungsfrist von zwei Wochen einzuhalten und die Tagesordnung mit der Einladung bekannt zu geben. 
  7. Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder einem anderen Vorstandsmitglied geleitet. Der Vorstand kann die Versammlungsleitung an einen Dritten delegieren insbesondere bei Wahlen.  
  8. Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn sie ordnungsgemäß einberufen wurde. 
  9. Die Art der Abstimmung bestimmt der Versammlungsleiter. Die Abstimmung muss schriftlich durchgeführt werden, wenn ein Mitglied dies beantragt. Zur Beschlussfassung erforderlich ist die einfache Mehrheit der gültigen, abgegeben Stimmen. Enthaltungen bleiben außer Betracht. 
  10. Jedes ordentliche Mitglied hat eine Stimme.
  11. Gäste können auf Beschluss des Vorstandes an der Mitgliederversammlung teilnehmen.
  12. Über die Beschlüsse der Mitgliederversammlung und über die durchgeführten Wahlen wird ein Protokoll erstellt. Dieses ist vom Versammlungsleiter / Vorstandsmitglied und dem Protokollführer zu unterzeichnen.


§ 10  
Vorstand

  1. Der Vorstand besteht aus mindestens 3, höchstens 5 Mitgliedern: dem Vorsitzenden, einem Stellvertreter und dem Schatzmeister sowie bis zu zwei weiteren Vorstandsmitgliedern. Dem Vorstand des Vereins obliegen die Vertretung des Vereins nach §26 BGB und die Führung seiner Geschäfte.
  2. Nur Mitglieder des Vereins können auch Mitglieder des Vorstandes werden und sollten selber betroffen sein oder Angehöriger eines betroffenen Kindes. Juristische Personen können nicht zum Vorstand gewählt werden. Die beruflich damit befassten Personen können ggf. Beisitzerposten bekleiden.
  3. Bei ihrer Vorstandstätigkeit dürfen Vorstandsmitglieder Persönliche Interessen nicht verfolgen. Sie meiden Situationen, die zu Interessenkonflikten führen können.
  4. Jedes Mitglied des Vorstandes hat eigene und fremde Interessenskonflikte offenzulegen und die Mitgliederversammlung darüber zu informieren.
  5. Die Vorstandsmitglieder werden für die Dauer von 3 Jahren gewählt. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor dem Ende der Amtsperiode aus dem Vorstand aus, können die übrigen Vorstandsmitglieder bis zur Durchführung von Neuwahlen ein Ersatzmitglied durch einstimmigen Beschluss aller übrigen Vorstandsmitglieder berufen.
  6. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende sind jeweils allein-vertretungsberechtigt. Im Übrigen vertreten jeweils zwei Vorstandsmitglieder den Verein.
  7. Der Vorstand ist für alle Angelegenheiten des Vereins zuständig, insbesondere für:
    a) Führung der Geschäfte des Vereins
    b) die Einberufung und Vorbereitung der Mitgliederversammlungen einschließlich der Aufstellung der Tagesordnung
    c) die Ausführung von Beschlüssen der Mitgliederversammlung
    d) die Verwaltung des Vereinsvermögens und die Anfertigung des Jahresberichts
    e) die Aufnahme neuer Mitglieder
  8. Der Vorstand trifft sich mindestens alle zwei Monate. Die Sitzungen werden vom Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter einberufen. Die Vorstandssitzung ist mit einer Frist von mindestens einer Woche einzuberufen. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Mehrheit der Mitglieder anwesend ist. Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der abgegeben gültigen Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, bei dessen Verhinderung die seine Stellvertreters. Telefon- und Videokonferenzen sind hierbei auch zulässig.
  9. Die Beschlüsse des Vorstandes sind innerhalb von zwei Wochen zu protokollieren und den anderen Vorstandsmitgliedern zur Verfügung zu stellen. Das Protokoll ist vom Schriftführer und von einem weiteren Vorstandsmitglied zu unterzeichnen.
  10. Der Vorstand wird von der Haftung für einfache Fahrlässigkeit freigestellt.
  11. Der Vorstand kann beschließen, dass an Mitglieder des Vorstandes sowie die Vorsitzenden und Stellvertreter und soweit er seine Aufgaben ehrenamtlich wahrnimmt, eine angemessene Aufwandsentschädigung gezahlt werden kann. Ein Tätigkeitsnachweis ist einzureichen. Einzelheiten und Umfang sowie die Erweiterung auf andere Funktionsträger regelt jeweils der Vorstand.
  12. Der Vorstand kann zur Unterstützung seiner Arbeit eine Geschäftsstelle einrichten. Der Vorstand regelt deren personelle Besetzung und die Verteilung der Aufgaben. Er kann seine Geschäftsführungsbefugnis delegieren und eine hauptamtliche Geschäftsstelle berufen, die durch Mitarbeiter unterstützt werden kann. Die Mitglieder der Geschäftsführung nehmen an Sitzungen des Vorstandes mit beratender Stimme teil. Die Auflösung der Geschäftsstelle bedarf der Zustimmung der Mitgliederversammlung.
  13. Der Vorstand entscheidet über die alltäglichen Dinge des Vereins und halten sie so am Laufen.
  14. Der Vorstand kann Vertreter für Gremien auf Bundes- oder Landesebene entsenden, wenn ihm dies zur Erfüllung seiner Aufgaben sachdienlich scheint. Die vom Vorstand entsandten Vertreter führen - soweit sie nicht dem Vorstand angehören - ihre Aufgabe in enger Abstimmung mit dem Vorstand durch und sind ihm berichtspflichtig.
  15. Der Vorstand kann ein ordentliches Mitglied unter den Voraussetzungen des § 5 aus dem Verein ausschließen.


§ 11  
Auflösung des Vereins

  1. Bei Auflösung oder Aufhebung der Körperschaft oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen der Körperschaft an eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder einer anderen steuerbegünstigte Körperschaft zwecks Verwendung für Erziehung, Volks- und Berufsbildung.
  2. Die vorstehenden Bestimmungen gelten entsprechend, wenn der Verein aus einem anderen Grund aufgelöst wird oder seine Rechtsfähigkeit verliert.


§ 12  
Datenschutz

Jede natürliche Person hat Anrecht auf:

  1. Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten
  2. Berichtigung über die zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn sie unrichtig sind
  3. Sperrung der zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn sich bei behaupteten Fehlern weder deren Richtigkeit noch deren Unrichtigkeit feststellen lässt
  4. Löschung der zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn die Speicherung unzulässig war.

Vorstehende Satzung wurde am 22.11.2017  errichtet und am 13.03.2018 ergänzt.